Abkühlung gefällig?

Passend zur Ferien- und Urlaubszeit ist er da: der langersehnte Sommer. Wer wie ich bei Temperaturen über 30 Grad auf der Suche nach einem schattigen Plätzchen und Abkühlung ist, für den gibt es in Bremen einige Orte, an denen man es auch an solchen Tagen sehr gut aushalten kann. Damit die Zeit also nicht allzu hitzig für euch wird, stellen wir euch hier ein paar zentrumsnahe, kühle Ziele am und im Wasser vor.

Der Blick vom Strand des Café Sand auf das bunte Treiben auf der Weser

Der Strand am Café Sand lädt zum Verweilen ein

Herrlicher Blick über die Weser auf das bunte Treiben im und am Wasser

Wenn ihr nicht sofort ins Wasser springen wollt und euch die frische Brise von der Weser ausreicht, dann ist das Café Sand die richtige Adresse für euch. Entweder per Sielwallfähre vom Osterdeich/Ecke Sielwall oder auf dem Landweg (einmal über die Wilhelm-Kaisen-Brücke und entlang der Weserwiesen) erreicht man das Café schnell aus der Innenstadt. Von einer der vielen Sitzmöglichkeiten aus kann man wunderbar das bunte Treiben am großen Strand des Cafés, auf der Weser oder auf der anderen Uferseite beobachten. Vielleicht habt ihr ja auch Glück und ergattert eine der begehrten Sonnenliegen und könnt die Zeit bei einem leckeren Kaltgetränk genießen. Ansonsten geht es auf der Decke ab in den Sand – und schon ist das Urlaubsfeeling da. Besonders beliebt ist der Sonntagsbrunch, bei dem kein Wunsch offen bleibt und man immer wieder den Blick über das Wasser schweifen lassen kann. Einen Tisch zu reservieren ist aber empfehlenswert – sonst könnte es bei gutem Wetter schwierig werden, einen Platz zu bekommen.

Ein See oder doch kein See?

Das Ufer des Werdersees eignet sich wunderbar für einen ausgedehnten Spaziergang im Schatten der Bäume oder auch eine Radtour

Das Ufer des Werdersees eignet sich wunderbar für einen ausgedehnten Spaziergang im Schatten der Bäume oder auch eine Radtour

Wer stattdessen lieber ein bisschen aktiver werden will, ist ein paar Meter weiter am Werdersee genau richtig. Zu Fuß in einer Viertelstunde ist man vom Café Sand am Strand vom Werdersee. Hier findet man eine rund 50 Hektar große Wasserfläche, die zum Rudern, Kanufahren, Angeln, Schwimmen, Surfen und Sonnenbaden einlädt. Auch bei Joggern und Radfahrern ist das Ufer rund um den Werdersee beliebt und auch Kindern wird bei den Spielplätzen rund um das Wasser nicht langweilig. Auf der Liegewiese, die direkt an den Strand angrenzt, findet man unter großen Bäumen auch ein Schattenplätzchen. Streng genommen ist der Werdersee aber gar kein See. Warum? Weil er kein abgeschlossenes Gewässer ist, sondern ein abgetrennter Nebenarm der Weser, der zwischen 1952 und 1958 entstanden ist. Aber ob See oder nicht, Hauptsache ein schöner Ort, um die Seele baumeln zu lassen oder ein bisschen Sport zu treiben.

Der Werdersee ist eine Oase für Wassersportler

Der Werdersee ist eine Oase für Wassersportler

In direkter Nachbarschaft zu Werder ins kühle Nass springen

Tür an Tür mit Werder oder woher das Stadionbad seinen Namen hat

Tür an Tür mit Werder

Auf der anderen Seite der Weser liegt im Schatten der Südkurve das Stadionbad. Für manchen Bremer gilt der 10-Meter-Turm gar als Wahrzeichen

Stadionnähe: Im Schwimmbad tummeln sich die Badegäste auf dem 10-Meter-Turm

Auf dem 10-Meter-Turm tummeln sich die Badegäste

der Stadt. Darüber lässt sich vermutlich streiten. Fakt ist jedoch, dass sich der Turm größer Beliebtheit erfreut und er stets von Badegästen bevölkert ist. Neben einem Kleinkind- und einem Schwimmerbecken mit 50-Meter-Bahnen hat das Bad auch eine Turbo-Rutsche mit freiem Fall und großzügige Liegewisesen mit Blick auf die Weser zu bieten. Es kommen aber auch andere Sportarten als Schwimmen zum Zug: Beachvolleyball oder Soccer auf Kunstrasen. Im Sommer ist das Stadionbad auch ein beliebter Veranstaltungsort und am kommenden Samstag

Die aktuelle Wassertemperatur findet ihr auf den Seiten der Bremer Bäder, sowie eine Übersicht über die anderen Schwimmbäder der Stadt.

 

Nicht nur bei Studenten ein beliebtes Ausflugs- und Badeziel: der Unisee

Wie wäre es mit einer kleinen Radtour durch den schattigen Bürgerpark mit anschließender Abkühlung im See? Auf der nördlichen Spitze des Parks ist ein Naherholungsgebiet mit einem Baggersee. Eigentlich heißt der See dort wegen des angrenzenden Waldes „Stadtwaldsee“ – unter Bremern ist er aber allgemein wegen der Nähe zur Hochschule als „Uni-See“ bekannt. Das Gebiet rund um den See ist seit 1991 Naturschutzgebiet und hat auf der zur Uni gewandten Seite eine Liegewiese mit Sandstrand, wo im Sommer gelegentlich Veranstaltungen wie Konzerte stattfinden. Auf der Westseite gibt es auch einen Campingplatz. Für Surfer gibt es an diesem Ufer eine Slipanlage und für Angler und Taucher herrschen auch gute Bedingungen. Die vielen Bäume rund um den See spenden Schatten, es gibt einen Nichtschwimmer- und FKK-Bereich und die DLRG-Station bewacht in den Sommermonaten die Ufer. Also: langweilig wird einem dort nicht.

Theoretisch könnt ihr die Strecke vom Bahnhof auch laufen – ich habe das für euch getestet. Da seid ihr aber ein bisschen unterwegs. Eine weitere Alternative zum Fahrrad ist die Fahrt mit dem Bus. Die Haltestellen „Wetterungsweg“, „Campingplatz“ und „Stadtwaldsee“ der Linie 28 sind in der direkten Nähe des Nordwestufers. Wenn ihr euch für die Fahrt mit dem Rad entscheidet, dann ist der See der ideale Start für eine Tour durchs Blockland.

Am Unisee: Morgens sind noch keine Jogger und Schwimmer zu sehen

Am Unisee: Morgens sind noch keine Jogger und Schwimmer zu sehen

Wer etwas außerhalb vom Stadtkern auf der Suche nach einer Abkühlung ist, für den ist vielleicht der Waller Feldmarksee, der Mahndorfer See, der Sodenmattsee oder die Rottkuhle etwas. Einen ausführlichen Überblick über die Badeseen, Naherholungsgebiete und Bäder in der Hansestadt hat das Bremer Stadtportal für euch.

Habt ihr Lieblingsorte, an denen ihr die Sonnentage verbringt? Wir sind auf eure Vorschläge gespannt.

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