Das KlabenPop-Experiment

Zugegeben, die klassischen Gerichte der herzhaften Bremer Küche klingen beim ersten Mal doch recht gewöhnungsbedürftig. Ob Labskaus, Kohl und Pinkel oder Knipp – ihr solltet sie einfach mal kosten. Ziemlich verführerisch hingegen finde ich die süßen Knabbereien von der Weser – und das bereits auf den ersten Blick. Schon als Kind habe ich es geliebt, wenn meine Großmutter eine Tüte mit Kaffeebrot mitbrachte, eine zimtzuckerige Zwieback-Süßigkeit, die klassischerweise in den Kaffee „gestippt“ wird.

Und weil ich nun mal eine passionierte Bäckerin geworden bin, habe ich mir diesmal vorgenommen, die Tradition in die Moderne zu überführen und aus typisch bremischen Kuchenspezialitäten mal ein absolutes In-Gebäck zu zaubern.

Dafür habe ich erst einmal zwei traditionellen Cafés in der Innenstadt einen Besuch abgestattet. Das Café Stecker (oder auch „Raths-Konditorei“) liegt direkt am Marktplatz, ein uriges kleines Lokal, in das eine steile Treppe hinabführt. Mit fünf Jahren bekam ich hier meine erste Schneemustorte – mit Erdbeeren, mjam! Für mein Experiment habe ich aber diesmal ein großes Stück Klaben gekauft. So eine Art Stollen, den es aber ganzjährig zu kaufen gibt und mit wesentlich mehr Rosinen drin. Ach ja, und weil sie so lecker sind, gab‘s noch eine Tüte „Kluten“ obendrauf – ein Art Schoko-Pfefferminz-Fondant.

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Einige Schritte weiter liegt in der Bummelmeile Sögestraße das Café Knigge, bekannt für seine üppigen Torten. Hier habe ich für Experiment Nr. 2 eine kleine Kapuzinertorte
erstanden. Ein Rührteigkuchen, der mit Kirschwasser getränkt und obendrauf dick mit einer Creme-Baiserkruste überzogen ist. Auch so schon ein Genuss.

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Ein letzter Abstecher führte mich zur Hachez-Schokoladenmanufaktur, ebenfalls direkt am Marktplatz gelegen. Dieser Laden lohnt einen Abstecher nicht für Schokoladenfans, denn seine Ausstattung ist einfach zauberhaft.

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Für mein Experiment habe ich hier eine Auswahl an verschiedenen Vollmilch-Schokoladen gekauft. Mit meinen Einkäufen ging’s dann nach Hause – war schon sehr gespannt, ob mein Plan funktionieren würde …

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Die Idee: Diese typischen Bremer Spezialitäten, die für sich genommen schon mega-lecker sind, will ich in das neue In-Gebäck „CakePops“ verwandeln. Und so funktioniert’s:

Für die CakePops braucht ihr folgende Grundmischung:

100 g Frischkäse

75 g weiche Butter

100 g Puderzucker

Die drei Zutaten vermischt ihr mit dem Rührgerät zu einer einheitlichen Buttercreme. Anschließend nehmt ihr euch das Gebäck, aus dem ihr eure CakePops machen möchtet. Ich habe mit dem Klaben (ein großes Stück von 900 g!) angefangen und ihn in kleine Stücke zerrupft und anschließend mit der Frischkäse-/Buttercreme vermischt.

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Daraus formt ihr kleine Kugeln. Wenn die Mischung zu weich ist, fügt einfach noch ein wenig Mehl hinzu. Die Kugeln anschließend für etwa eine Stunde lang kalt stellen.

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Gleiches habe ich anschließend mit der Kapuzinertorte getan, auch wenn es mir schon ein wenig schwer fiel, das kleine Kunstwerk in seine Einzelteile zu zerpflücken …

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Nachdem die guten Stücke schön durchgekühlt sind, könnt ihr sie nach Belieben mit der Schokolade überziehen (auf die modischen kleinen Stiele habe ich diesmal verzichtet, die
Pops lassen sich auch wunderbar so aus der Hand futtern).

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Jetzt noch einmal kurz kühlen, bis die Schokolade fest geworden ist und dann: Guten Appetit!

Die Pfefferminz-Kluten habe ich übrigens einfach so dazu serviert, aber vielleicht fällt mir demnächst ja auch noch ein passendes Rezept dazu ein … Erste Ideen hole ich beim Kaffesieren (wie es in Bremen so heißt) aus meinem „Kochbuch aus Bremen“, das ich neulich wiederentdeckt habe. Ein Erbstück meines Vaters … ihr könnt gespannt sein!

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Ein Kommentar zu “Das KlabenPop-Experiment

  1. Ich habe die KlabenPops kritisch getestet – und kann sie nur empfehlen. Lecker!

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