Mein Bremen: Discofieber > 40

Ein Blogartikel über Tanzschuppen. Von mir. Ich überrasche mich selbst. Auslöser war ein Oster-Besuch im Aladin. Und die stete Frage von Bremen-Gästen: Was kann man abends unternehmen?

Ich habe eine gewisse Kompetenz in Bezug auf Bars, Brauerei-Kneipen und Konzerte. Auch das ist Nightlife. Und einige Cocktail-Locations, von denen Rike berichtet hat, kenne ich auch. Aber Diskotheken? Oder sind das nun alles Clubs? Na ja, das Alter macht sich bemerkbar. Das Schöne daran: Mein ganzes Disco-Wissen der letzten Jahre bekomme ich einen einen übersichtlichen Artikel. Was nicht heißt, in Bremen wäre nichts los!

Geile Mucke im Dröhn

Gothfest im Aladin - Discrahelios feat. Flame Game

Ja, ja, passender kann man es nicht ausdrücken. Zum Gothfest im Aladin gehe ich wirklich gerne, also einmal im Jahr, oder zur Hardrock-Nacht. Musikalisch ist das meine Welt. Und man muss ja nicht tanzen – zuschauen geht auch. Und wippen, mit Fuß und Kopf. Oder hüpfen und bangen. Bei solchen Motto-Nächten ist das Alter sehr breit gefächert. Es gibt auch Ü40-Parties, aber da ist die Musik nicht ganz so passend für mich. Und nur wegen jener bin ich dort. Für weniger hartgesottene Ohren wird die Ü40-Party aber bestimmt ideal sein. Oder eines der vielen anderen Programme.

Das Gothfest ist übrigens Deutschlands größte Gothic Clubnacht, auf 2.000 Quadratmetern, mit dem Veitstanz und dem „Ballroom of Darkness“. Dort gibt es immer eine Feuershow. Die war früher mal, sagen wir, übersichtlich. Nun wurde ich aber wirklich richtig positiv überrascht. Feuer ist ja einfach herrlich, und wurde am Karsamstag praktisch zum Osterfeuer.

Gothfest im Aladin - Discrahelios feat. Flame Game

Gothfest im Aladin – Discrahelios feat. Flame Game

Weitere Disco- und Party-Tipps

Die Discomeile am Bahnhof ist eher bekannt als Junge-Hüpfer-Partymeile. Aber wer, wie ich, das Stubu nur aus Böttcherstraßen-Zeiten kennt, weiß: In vielen der zahlreichen Clubs gehört man zu den ältesten Gästen. Doch es gibt Ausnahmen.
Im Shagall war ich mal, da gibt es auch rockigere Abende. Zur Rammstein-Sause wollte ich schon lange, fällt mir gerade ein. Eine Freundin hat dort – nüchtern! – auf dem Junggesellinnenabschied die Treppen geküsst. Euer Kopfkino zu den Hochzeitsfotos ist nun gefragt. Ups, das ist schon 10 Jahre her. Also, das Shagall hat es wieder auf meine To-Do-Liste geschafft.
Im Sinatras, fast daneben, war ich bislang noch nicht. Aber da war doch mal Frauke, eine der allerbesten Kolleginnen die ich je hatte. Vor 25 Jahren. Super nett und lustig. Sie hatte dort nebenbei gearbeitet. Nur ihr Musikstil war nicht meiner. Aber wenn dort alle sind wie Frauke, dann wäre das ein super Tipp für echte Dancingqueens. Oh, ich sehe gerade, Tanz in den Mai mit Housemeister Krause – wenn das nicht passen würde, ohne House …
Auch im Tower fühle ich mich wohl, wobei ich dort eher zu Konzerten als zu Tanznächten gehe. Den Studentendienstag kann man ja auslassen.

Praktisch neben dem Bahnhof befindet sich auch das Postamt 5, und in jenem die Kantine 5. Und darin, dreimal monatlich, die Pink Lemon Party für alle über 30. Vor Kurzem war ich da, mit einer lustigen Mädels-Truppe. Eben wegen der Mädels, und um meinen Horizont zu erweitern. Die Musik war sehr gemischt, und viele gehen da wirklich nur zum Tanzen hin. Man muss sich nicht aufmotzen, es ist dort ungewöhnlich früh voll, die Preise sind moderat – alles super. Barbara hatte zu dieser Location mal gebloggt, über den Club der Rosa Tanzenden.

Regelmäßig finden auch die Jungbrunnen-Ü30-Parties im Bürgerhaus Weserterrassen statt. Bei den Parties war ich noch nicht, dort bevorzuge ich den Biergarten mit Blick auf das Weser-Stadion. Eine Verjüngungskur mit Langzeitwirkung wird versprochen. Vielleicht sollte ich das doch mal ausprobieren, kann nicht schaden. Im Viertel befinden sich zudem das Moments, bei dem es gerade einen Betreiberwechsel gab. Oder die legendäre Lila Eule. In der habe ich mich bei einer Balkanbeats-Nacht vor ein paar Jahren aber schon etwas älter gefühlt. Egal, wenn die Musik stimmt.

Ach ja, fast hätte ich es vergessen, das Adiamo. Nach einem schönen GOP-Abend war ich mal dort. Es finden dort nur noch selten öffentliche Veranstaltungen statt, ansonsten tanzt man in der Piano-Bar. Fast nebenan verspricht der Chilli Club in seiner Bar tolle Partynächte, habe davon selbst aber nur gehört.

In der Innenstadt wäre da noch die Brauerparty im Schüttinger. Nicht meine Musik, aber für andere perfekt. Ich bin da mal unfreiwillig hinein geraten. Ohne Party mag ich das Schüttinger übrigens sehr.

Ein Tipp für die Neustadt kam von einer Kollegin: Das Modernes, das ich aus früheren Zeiten noch kenne, bietet häufiger mal Rudelsingen-Abende an. Dann ist das Publikum sehr gemischt. Nicht so jung wie bei der 2000er-Tanznacht, zu der es unsere Azubis zieht.

Gothfest im Aladin

Gothfest im Aladin

Eure Tanzbein-Tipps sind gefragt

Es gibt natürlich ganz viele Parties in Bremer Diskotheken, auf denen man sich auch über 40 rundum wohl fühlt. Nicht nur an der Discomeile, sondern auch sonstwo in Bremen. Und bei vielen wird es schade sein, dass ich nichts von ihnen weiß, gerade wenn sie musikalisch nicht im Mainstream angesiedelt sind. Habt ihr denn Tipps für mich? Wo könnte ich zur Dancingqueen werden?

Alles klar, ich formuliere die Frage einfacher: Wo können sich unsere Gäste wohl fühlen, das Tanzbein schwingen und den Abend genießen?

Kommentieren

Ihre E-Mail wird nicht veröffentlicht. Notwendige Felder sind markiert *