2. Bremer Instawalk – Street-Art trifft High-Art

Nach dem großen Zuspruch beim 1. Instawalk haben wir uns entschieden, relativ schnell im Anschluss einen zweiten Termin zu organisieren. Es sollte ja keine Eintagsfliege sein. Die Tour führte uns am Sonntag quer durchs Ostertor und hinein in die Kunsthalle, auf den Spuren der Kunst.

Streetart im Ostertor

Besonders im Bremer Viertel gibt es jede Menge Streetart zu entdecken. Von vermeintlichen Schmierereien bis zu Auftragsarbeiten, von rumhängenden Schuhen bis zur Verteilung von Aufklebern, von … Streetart wird nicht nur von wild umher sprühenden Freaks erstellt, hinter dem Begriff versteckt sich viel mehr. Seit der Recherche zum Instawalk gehe ich daher mit ganz anderen Augen durch die Stadt.

Streetart - nur Ergebnis wilder Sprayer?

Streetart – nur Ergebnis wilder Sprayer?

Unsere Tour begann am Lagerhaus. Das Chamäleon, das sich sozusagen am Eingang zum Viertel befindet und von atx artworx gestaltet wurde, hatte das Orga-Team auf die Idee gebracht Adem zu fragen, ob er uns nicht ein wenig über Streetart erzählen könnte. So kam es dazu, dass er seine erste Führung hatte. Und die war spannend.

Beginn der Führung von Adem mit CROK

Beginn der Führung von Adem mit CROK

Eine gute Dreiviertelstunde hatten wir angesetzt, weshalb eine Fokussierung auf einen kleinen Bereich des Ostertors nötig war. Denn wir hätten an sich schon eine halbe Stunde rund um das Lagerhaus verbringen können. Da war etwas über CROK zu erfahren – der Schriftzug ist mir vorher nie aufgefallen. Über ganze Hausbemalungen und kleine Aufkleber. Da ich selbst vor allem für diesen Artikel fotografiert habe bekam ich leider wenig von dem mit, was uns erklärt wurde. Schaut doch einfach unten in die Beiträge der Instagrammer, was diese so zu den einzelnen Motiven geschrieben haben.

Streetart kennt viele Formen

Streetart kennt viele Formen

Der Schlenker durch die Bauernstraße in die Blumenstraße war für mich ein Highlight. Vor allem die frei gestalteten Wände gefielen mir. Da wird auch schon mal eine angemalte Gartenpforte zum Thema.

Adem erzählt auch von den unscheinbaren Arbeiten

Adem erzählt auch von den unscheinbaren Arbeiten

Diese riesige Wand ist ein echter Hingucker. Sehr cool!

Großbild in der Blumenstraße

Großbild in der Blumenstraße

Gerade beschäftigt sich ja auch Werder Bremen mit Karnickeln – unter der Tribüne von Platz 11 neben dem Weser-Stadion. Die müssen wohl noch dran glauben, im Gegensatz zu den gemalten Langohren.

Karnickel machen sich nicht nur unterm Weser-Stadion breit

Karnickel machen sich nicht nur unterm Weser-Stadion breit

Besonders schön ist die Boutique Beverly Boyer am Ulrichsplatz gestaltet. Spannend ist, wie unterschiedlich die fotografischen Ergebnisse geworden sind. Für eine Pause im Litfass war dann keine Zeit, es ging weiter …

Schicke Bemalung einer Boutique am Ulrichsplatz

Schicke Bemalung einer Boutique am Ulrichsplatz

Auftragsarbeiten werden oft erstellt in der Hoffnung, dass die Wände dann nicht beschmiert werden. Ein Graffiti als Anti-Graffiti-Schutz. Wobei, waren die Schmierereien nicht auch manchmal Kunst? Der Pinguin hat jedenfalls nicht geschmiert, als er die Beatles in der Wulwesstraße gemalt hat.

Überall gibts was zu entdecken

Überall gibts was zu entdecken

An dieser Stelle kürze ich ab, schnellen Schrittes haben wir uns noch auf der anderen Seite des O-Steinwegs einige Kunstwerke angeschaut, um die Tour danach am Chamäleon enden zu lassen. Dieses verwandlungsfähige Tier bildet ja praktisch die Klammer unserer Tour.

Das Chamäleon - hier beginnt das "Viertel"

Das Chamäleon – hier beginnt das „Viertel“

Von der Streeart sollte es weitergehen in die Kunsthalle, in der die hohen Künste zu sehen sind. Obwohl: Ketzerisch könnte man sagen, dass die Unterschiede manchmal gar nicht so groß sind. Wenngleich der raumfüllende Botanische Garten von Sarah Morris doch etwas strukturierter erscheint. Mich hat er jedenfalls begeistert.

Kunst innerhalb und außerhalb der Kunsthalle

Kunst innerhalb und außerhalb der Kunsthalle

High-Art in der Kunsthalle

In der Kunsthalle trafen wir Tessa, die und durch die Räume führte und einiges erklärte. Die besondere Herausforderung war: Was dürfen wir aufnehmen und was nicht? So makaber es klingt: Eine besondere Rolle spielt dabei das Todesdatum des Künstlers. Eine Ausnahme bildeten die Arbeiten von Mary Reid Kelley, einer wunderbaren Künstlerin der Gegenwart. Die Werke sind noch bis zum 15. Januar zu sehen. Hier findet ihr mehr Infos von ihr: @chron_opsis und @maryandpat.

Neu und alt

Neu und alt

Spannend auch der Übergang vom Altbau in den Neubau. In der Kunsthalle selbst sind die alten Fassaden erhalten. Hier entlang geht es zu den rechtlich unkritischen Franzosen, wie zum tollen großen Bild der Camille, gemalt von Claude Monet.

Spannende Führung bei den Franzosen

Spannende Führung bei den Franzosen

Nicht nur Gemälde, sondern auch Druckgrafik und Skulpturen aus den unterschiedlichsten Epochen werden in der Kunsthalle ausgestellt.

Kunsttempel

Kunsttempel

Ein ungewohntes Bild: Es wird geschrieben und fotografiert was das Zeug hält. Die Jungen auf dem Gemälde wirkten da noch etwas entspannter.

Arbeitssituation heute und gestern

Arbeitssituation heute und gestern

Als ich das Gemälde „Proveniershuis in Haarlem“ von Max Liebermann entdeckte, erinnerte ich mich daran, dass während des #kunstherbstbremen, in wenigen Tagen, die Sonderausstellung in der Kunsthalle beginnt. Vom Freizeitvergnügen zum Sport – beides passt irgendwie auch zum Instawalk.

Liebermann und andere in opulenten Rahmen

Liebermann und andere in opulenten Rahmen

An diesem herrlichen Herbsttag wurde es nun Zeit, mal wieder frische Luft zu schnappen. Und wo geht das besser als auf dem Dach der Kunsthalle?

Vom Dach in den Keller

Der Blick ist toll, und der Kreis schließt sich tatsächlich wieder, als wir das Chamäleon sehen. Aus meiner Sicht ist dieser Bereich zwischen Kulturmeile und Weser-Stadion die schönste Gegend der Stadt.

Übrigens gibt es hier neuerdings zwei Bienenvölker, so dass man mit Glück ab nächstem Jahr Kunsthallen-Honig bekommen kann.

Blick vom Dach der Kunsthalle ins Viertel

Blick vom Dach der Kunsthalle ins Viertel

Ein toller Ort für ein Gruppenfoto.

Das obligatorische Gruppenfoto

Das obligatorische Gruppenfoto

Vielen Dank an alle, mir hat es richtig Spaß gemacht. Julie und Sina vom bremen.de-Team übrigens auch. Dabei waren:
@amschwarzenmeer @rieke.eg @schneidernmeistern @gioti_ @teetime0850 @zwischen2stuehlen @psiev @ja.a_photography @ugettoknowme @anna_25undfabelhaft @SAPhD_com

Und nicht vergessen, unsere Hashtags auf Instagram:
#bremenerleben #meinbremen #bremermoment

Treffen im Canova

Treffen im Canova

Nun ging es von ganz oben nach ganz unten: Den Abschluss im Canova bei einem leckeren Getränk habe ich sehr schön gefunden, da man erst hier richtig ins Gespräch gekommen ist. Irgendwann war ich vom gleichzeitigen Posten, Fotografieren und „Die Gruppe im Auge behalten“ aber auch etwas geschafft. Ich nahm mir gerade noch vor, zu Hause erneut in Rikes Beitrag über Streetart zu schauen, in dem sie mit Markus Genesius unterwegs war. Das habe ich zwar nicht mehr geschafft, ist aber ein Tipp für euch.

Ganz schön geschafft

Ganz schön geschafft

Mein letzter Gang des Tages führte mich direkt zum Sofa. Die schöne Herbstsonne sagte der Kunsthalle ebenfalls „Tschüß“. Einfach perfekt!

Abschied von der Kunsthalle in der Herbstsonne

Abschied von der Kunsthalle in der Herbstsonne

Alle Beiträge auf einen Blick: #instawalkbremen

Hier findet ihr alles, was wir auf Instagram, Twitter und Google+ zum 2. Instawalk mit dem Hashtag #instawalkbremen gefunden haben.

Ich freue mich schon auf einen dritten Termin, der irgendwann im nächsten Jahr stattfinden wird.

Instawalk Bremen

Instawalk Bremen

 

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