3. Bremer Instawalk – von Fratzen und unzähligen Schlüsseln

Ich muss sagen, auf diesen 3. Bremer Instawalk habe ich mich sehr gefreut. Ich mag das Bremer Rathaus mit seiner Jahrhunderte alten Geschichte und den damit verbundenen kleinen Geschichten. Ich hatte mir einen besonderen Einblick in das alte Gemäuer und die eine oder andere Anekdote erhofft – und wurde nicht enttäuscht.

Was ist denn da los? Das Rathaus ist asymmetrisch?

Was ist denn da los? Das Rathaus ist asymmetrisch?

Treffpunkt war für die 19 Instagrammer der Bremer Roland – wie das Rathaus ist auch er UNESCO Welterbe. Bereits draußen begann Henning Sklorz von bremen.online mit seiner Einführung in den Welterbe-Walk und ließ uns auf die Fassade des Rathauses blicken. Ob uns etwas auffiele. Ehrlich gesagt nicht. Doch dann zeigte er auf das linke Fenster in der Mitte des Gebäudes. Das Rathaus ist asymmetrisch: Das linke Fenster außen hat eine Längsstrebe, das ganz rechts widerum zwei. Wie oft habe ich vorher schon auf unser Rathaus geschaut? Unzählige Male. Mir ist es noch nie aufgefallen.

Wenn im Senatssaal geschimpft wird, ist eine Spende fällig

Wenn im Senatssaal geschimpft wird oder das Handy klingelt, ist eine Spende fällig

Nach der ersten kleinen Geschichte ging es in das Rathaus. Zu Beginn ein paar Zahlen: Erbaut wurde das Rathaus von 1406 bis 1410. Seit 1608 hat es seine heutige Fassade. Es ist das einzige europäische Rathaus des Spätmittelalters, das nie zerstört wurde. Obwohl Bremen im Zweiten Weltkrieg über 60 Prozent den Bomben zum Opfer gefallen ist, hat das Rathaus auch diese Zeit weitgehend unbeschadet überstanden. Die Fenster waren vermauert und die Außenwände verschalt worden.

Aber woher hat das Rathaus seine jetzige Größe? Das alte Stadthaus war damals zu klein geworden. Dewswegen gab es den Auftrag, ein Gebäude zu errichten, in dem alle wahlberechtigten Männer Platz fänden. Deswegen versammelten sich alle Wahlberechtigten auf der Bürgerweide, es wurde ein Seil um sie gespannt und genauso groß sollte das Rathaus werden. Diese Geschichte ist nicht 100%ig gesichert – ich finde sie aber äußerst charmant.

Über ein imposantes Treppenhaus gelangt man in den zweiten Stock und den Senatssaal. Dort tagt einmal in der Woche der Bremer Senat in einer etwa einstündigen Sitzung. Hier werden Beschlüsse gefällt und wichtige Entscheidungen getroffen. An der Kopfseite des Tisches sitzt der Bürgermeister – neben ihm, je nach Zugehörigkeitsdauer zum Senat, die weiteren Senatoren. Wenn einer der Senatoren vergessen hat, sein Handy auszuschalten und es während der Sitzung klingelt, oder geschimpft wird, ist eine Spende an die DGzRS fällig. Der Saal hat noch eine Besonderheit, die viele Kameras anzog: An der Wand hängt ein Spiegel, der konvex geformt ist, so dass von dort der ganze Raum eingesehen werden konnte.

Der Instawalk Bremen öffnet Türen - so auch zum großen Festsaal

Der Instawalk Bremen öffnet Türen – so auch zum großen Festsaal

Der Bremer Instawalk öffnet den Teilnehmern viele Türen. So hatten wir von Raum zu Raum immer viel Zeit, um Fotos zu machen, uns umzusehen und viele Details zu entdecken und auf Fotos festzuhalten.

Wie viele Bremer Schlüssel es im Rathaus gibt? Uns wurde irgendwann schwindelig beim Zählen

Wie viele Bremer Schlüssel es im Rathaus gibt? Uns wurde irgendwann schwindelig beim Zählen. Hier eine kleine Auswahl

Auf unserem Rundgang ist uns ein Symbol immer wieder begegnet: der Bremer Schlüssel. Wie viele es sind, ist allerdings unzählbar. Auf Teppichen, Stühlen, Wänden und Saaldecken oder selbst auf den Tischdecken befindet sich das Bremer Wappen. Aber was macht der Schlüssel auf der Wochenzeitung DIE ZEIT, die ihren Sitz in Hamburg hat? Die Zeitungsmacher wollten damals eigentlich das Hamburger Wappen abbilden. Dagegen hatte allerdings der Hamburger Senat etwas einzuwenden – für die Bremer Politiker war die Nutzung hingegen in Ordnung. Und so ziert jetzt das Bremer Wappen das Titelblatt einer Hamburger Zeitung.

Hier sieht man wie viele Verzierungen die Obere Rathaushalle schmücken

Hier sieht man wie viele Verzierungen die Obere Rathaushalle schmücken

Eine der geöffneten Türen war die zur Oberen Rathaushalle. Heute wird der imposante und 41 Meter lange, 15 Meter breite und acht Meter hohe Saal für festliche Veranstaltungen, Empfänge und Konzerte genutzt. Einen ganz exklusiven Blick gab es dann noch für die Teilnehmer. Wir durften in die prunkvolle Güldenkammer nicht nur schauen, sondern auch reingehen und dort Fotos machen. Dieser Raum wird sonst nur für Ehrengäste oder für Hochzeitspaare geöffnet, die sich dort nach dem Ja-Wort im Hochzeitszimmer fotografieren lassen können.

Die Teilnehmer des Walks bekamen einen exklusiven Blick in die Güldenkammer

Die Teilnehmer des Walks bekamen einen exklusiven Blick in die Güldenkammer

In der Oberen Rathaushalle haben wir besonders viel Zeit verbracht. Ich war schon einige Male in der Oberen Rathaushalle – wie viele Fratzen, Gesichter und feine Schnitzereien sich in den Wänden und Türen verstecken, war mir allerdings vorher nicht so im Detail aufgefallen.

Wenn die Zeit es zulässt, entdeckt man in der Oberen Rathaushalle so einige schräge Gestalten

Wenn die Zeit es zulässt, entdeckt man in der Oberen Rathaushalle so einige schräge Gestalten

Darf bei keinem Instawalk fehlen: das Gruppenfoto

Darf bei keinem Instawalk fehlen: das Gruppenfoto

Schön war’s, danke an alle. Wir von der BTZ und von bremen.de freuen uns schon auf den nächsten Instawalk. Wir sind schon in den Planungen, ihr dürft gespannt sein. Beobachtet doch einfach unsere Social-Media-Kanäle, falls ihr beim nächsten Instawalk dabei sein wollt. Dann verpasst ihr die Ankündigung des nächsten Walks sicherlich nicht. Und wenn ihr auch einmal einen Blick in das Bremer Rathaus werfen wollt, dann besucht es doch bei einer unserer Führungen.

Dabei waren …

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… und natürlich die Gastgeber bremermoment und bremenerleben.

Schöne Eindrücke findet ihr im Blog von bimmelbommelei.

 

 

2 Anmerkungen zu “3. Bremer Instawalk – von Fratzen und unzähligen Schlüsseln

  1. Jessica says:

    Danke für die Einladung ins Rathaus und den schönen Nachmittag! Viele Grüße! Jessica

  2. Aber gerne. Vielleicht ja bis zum nächsten Mal.

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