Manni und die Toten Hosen

Weihnachten war es wieder soweit – Last Christmas, Jingle Bells & Co waren nicht mehr zu ertragen, ich suchte nach einer Alternative für die musikalische Begleitung des Heiligen Abend. Aus den Tiefen des CD-Regals kramte ich „Wir warten aufs Christkind“ von den Toten Hosen alias den Roten Rosen hervor. Und erinnerte mich an meinen Kumpel Manni, denn der spielt im Musikvideo den „Weihnachtsmann vom Dach“. Manni, bei ihm wollte ich mich doch lange wieder gemeldet haben!?

So sieht Vinyl aus: Live-Album "Bis zum bitteren Ende"

So sieht Vinyl aus: Live-Album „Bis zum bitteren Ende“

T-Shirt zum Jubiläumskonzert der Toten Hosen in Bremen

T-Shirt zum Jubiläumskonzert der Toten Hosen

Erinnerungen an die Toten Hosen

Zuerst muss Manni zwar nicht aufs Christkind, aber auf meinen Anruf warten, denn ich verliere mich ein wenig in meinen Erinnerungen. Meine alte Lieblingsplatte „Bis zum bitteren Ende“ wird auf den Plattenteller gelegt. Was für eine Zeit damals, als ich etwa 15 war und den Punkrock entdeckte. Die Goldenen Zitronen, das Weser Label, und natürlich die Toten Hosen. Das Konzert der Ramones in der Stadthalle, bei dem die Toten Hosen noch Vorband waren und ich fast um einen Zahn erleichtert wurde von einem grünen Männchen nach dem stagediven … Ich glaube, das war etwa 1989. Wenn es jemand genauer weiß, bitte ins Kommentarfeld schreiben!

1982 spielten die Toten Hosen das inzwischen legendäre Konzert im Magazinkeller des Bremer Schlachthof, mit dem ihre Karriere begann. Da war ich aber noch nicht im Konzertalter, so dass ich es nicht miterlebt habe. Ebensowenig das Jubiläumskonzert 2012 zur Feier des 30-jährigen. Da war ich alt genug, hatte aber kein Ticket bekommen. Ausnahmsweise kaufte ich mir dennoch das T-Shirt, denn als Vollblut-Bremerin muss ich einfach mit diesen genialen Stadtmusikanten für die Stadt werben. Manni hatte mehr Glück und hat beim Jubiläum ordentlich gefeiert. Ach ja, das Telefonat: Wir verabreden uns, damit er mir mehr von sich und dem Video erzählen kann.

Manni vor dem Erinnerungsfoto von 1998 - v.r.n.l.: Tourmanagerin von JKP, Campino, Manni Laudenbach, Eva Meyer-Schoenung von triggerhappyproductions

Manni vor dem Erinnerungsfoto von 1998 – v.r.n.l.: Siggi von JKP, Campino, Manni Laudenbach, Eva Meyer-Schoenung von triggerhappyproductions

Manni, der kleinwüchsige Weihnachtsmann

Manni Laudenbach  ist Musiker und Schauspieler aus Goldenstedt, lebt aber schon lange in Bremen. Er hatte das große Glück, 1998 mit den Toten Hosen das Video „Weihnachtsmann vom Dach“ zu drehen. Ralf Schmerberg von triggerhappyproductions hat ihn gefragt ob er Lust dazu hätte, und so ist Manni zu einem spannenden Auftrag und einem wunderbaren Schnappschuss mit Campino und Banane gekommen.

Im Song „Weihnachtsmann vom Dach“ geht es um Selbstmord, es ist eine traurige Geschichte. Manni meint sich zu erinnern, dass Campino als Miet-Weihnachtsmann gejobbt hatte und dabei so viele traurige Gesichter sah, deshalb der traurige Inhalt. Das ist allerdings nicht verbürgt. So chaotisch die Toten Hosen 1982 noch gewesen sein mögen, so professionell arbeiteten sie bei den Dreharbeiten 1998. Und heute, über 15 Jahre später? Da sind sie immer noch im Geschäft und füllen die größten Hallen und Stadien.

Den Film darf ich aus rechtlichen Gründen leider nicht einbinden, aber bei VIVA ist er zu finden:
Musikvideo „Weihnachtsmann vom Dach“

Die BRAVO hatte viel über das Video berichtet, so dass in Mannis Heimatstadt Goldenstedt die komplette BRAVO-Auflage ausverkauft war. Das war für ihn ebenso ungewohnt wie der Umstand, sich ständig auf den Musiksendern im Fernsehen zu sehen.

Campino - Sänger der Toten Hosen - und Manni als Weihnachtszwerg

Campino – Sänger der Toten Hosen – und Manni als Weihnachtszwerg

Im Fernsehen kann man den kleinwüchsigen Schauspieler Manni Laudenbach auch heute gelegentlich sehen, ebenso wie im Kino, in Werbespots und auf der Theaterbühne. Mein persönlicher Tipp: Der Film Nimmermeer von 2006.

Ganz aktuell könnt ihr Manni in Folge 8 in der neuen Vorabendserie „Unter Gaunern“ sehen. Die Serie läuft dienstags um 18.50 Uhr im Ersten.

Und im Herbst können wir uns auf ein Ein-Mann(i)-Stück – mit Schlagzeug – in der bremer shakespeare company freuen. Natürlich spielt er als Musiker selbst. Es wird „Ein Bericht für eine Akademie“ von Franz Kafka gegeben; Manni mimt den Affen Rotpeter.

Das Motto der Toten Hosen heißt „Seit 1982 – bis zum bitteren Ende“. Demnach dürfen wir uns noch auf viele Konzerte freuen. Ich bin gespannt, wie lange es Campino schafft durch die Bühnenaufbauten zu turnen. Hier findet ihr die aktuellen Tourdaten.

Und wer alles ganz genau wissen möchte in Bezug auf die lange Geschichte der Band, der kann die aktuelle Biographie lesen: Am Anfang war der Lärm.

In diesem Sinne – lasst es weiter ordentlich krachen!

Maja ist der Foto-Star

Maja ist der Foto-Star – und Tschüß!

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