Mein Bremen: Museumshaven Vegesack

Stimmt, ein paar Mal habe ich hier schon über einen meiner liebsten Stadtteile Bremens geschrieben – auch wenn ich noch immer wieder Kritik höre, dass er doch insgesamt viiiiiel zu kurz kommt in der Berichterstattung ;-) Nichtsdestotrotz gehört Vegesack – und hier speziell der Hafen (offiziell Museumshaven mit „v“!) – ganz besonders im Sommer für mich zu den „must sees“ der Stadt. Und deshalb gerne nochmal …

Wer Bremens maritime Seiten aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft kennenlernen möchte, der ist hier, am ältesten künstlichen Hafen Europas, genau richtig. Besonders viel los ist rund um das kleine Hafenbecken, wenn die großen Feste stattfinden. Sei es das Hafenfest im Juni, die Pappbootregatta oder das Festival Maritim im August. Aber auch abseits der großen Events finde ich immer wieder spannende Dinge zu entdecken.

Schiffe-Vielfalt im Museumshaven Vegesack

Schiffe-Vielfalt im Museumshaven Vegesack

 

Über zwanzig kleine Schiffe haben hier dauerhaft ihren Liegeplatz, einige davon können besichtigt werden, mit anderen geht es immer mal wieder auf einen Törn über die Weser und darüber hinaus. Besonders mag ich die BV2, ein eiserner Segellogger, der 1895 bei der Werft Bremer Vulkan als Heringslogger vom Stapel lief.

Und wenn ihr mal einen Blick auf die andere Weserseite werft, könnt ihr entdecken, wie Schiffbau heute funktioniert. Die Werften Abeking und Rasmussen sowie Lürssen gehören zu den weltweit bekanntesten Yachtbauern – echt wahr! Bei Lürssen lief vor einiger Zeit die mit 180 Meter längste (und vermutlich auch edelste) Privatyacht der Welt vom Stapel, die „Azzam“. Laut Wikipedia ist der Eigentümer Scheich Chalifa bin Zayid Al Nahyan, Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate. Das ist wirklich der Duft der großen weiten Welt ;-)

Aber typisch für Vegesack geht es hier auch ganz bodenständig zu. Zum Beispiel in den gemütlichen Restaurants rund um den Platz „Utkiek“. Auch fasziniert mich noch immer „Recker’s Familie“, lebensgroße Bronzefiguren des Künstlers Thomas Recker, die seit 2001 am Hafenkopf stehen. Sie schauen mit Ferngläsern in die Weite des Wassers und symbolisieren die typischen Themen des Hafens „Ankunft und Abschied“.

"Recker's Familie" hält Ausschau nach ankommenden und abreisenden Gästen am Hafen.

„Recker’s Familie“ hält Ausschau nach ankommenden und abreisenden Gästen am Hafen.

Besonders gern mag ich die Abendstimmung im Sommer, denn die Sonne geht ziemlich genau weserabwärts unter und wirft ein tolles Licht auf den Fluss. Sehr romantisch, jetzt mit einem Glas Wein am Ufer zu sitzen und die Gedanken schweifen zu lassen. Oder ihr geht ein paar Schritte weiter zum Schulschiff Deutschland. Hier kann man nicht nur übernachten sondern auch direkt gegenüber auf der Veranda des Restaurants mit perfektem Weserblick speisen.

Abendstimmung mit Schulschiff Deutschland am Vegesacker Hafen

Abendstimmung mit Schulschiff Deutschland am Vegesacker Hafen

Na, Lust auf Hafenstimmung bekommen? Dann sehen wir uns in Vegesack. Anfahrt? Kein Problem. Entweder ihr kommt per Schiff direkt vom Martinianleger aus der Innenstadt, macht eine entspannte Radtour oder fahrt mit dem Zug. Der Vegesacker Bahnhof liegt direkt am Hafen und ist nur zwanzig Zugminuten vom Bremer Hauptbahnhof entfernt.

Mehr infos über die Attraktionen im Bremer Norden gibt es hier.

 

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