Gastbeitrag

Tunnelblick: Da guckst du durch die Röhre

Bis vor kurzem dachte ich, dass Tunnel immer nur schlicht Unterführungen und  Abkürzungen sind. Jetzt habe ich aber gelernt, dass sie mehr sein können. Ich habe mir in Bremen den Friedenstunnel und den Kunsttunnel etwas genauer angeschaut und wurde überrascht. (mehr …)

Raus aus der Stadt und rein ins Herbstlaub

Wenn die Sonne im Herbst rauskommt, zieht es mich nach draußen. Die goldenen Herbsttage sind einfach zu schön, um sie im Haus zu verbringen. An einem warmen Oktobertag erkunde ich den Knoops Park im Bremer Norden. Dieser umfasst eine Fläche von 65 Hektar. Leider habe ich nur zwei Stunden Zeit für eine kleine Wanderung. Trotzdem möchte ich ganz viel von der Parkanlage sehen. Da wäre gar nicht so einfach, wenn ich nicht im Vorfeld schon auf einen kompetenten Parkführer gestoßen wäre: Christof Steuer ist Vorsitzender des Fördervereins Knoops Park e.V. und führt regelmäßig Interessierte durch das Areal. Wenn einer sich hier auskennt, dann ist er das! (mehr …)

Flüssige Köstlichkeiten aus einem anderen Blickwinkel – Eine kulinarische Zeitreise

Bremen scheint ja voll von Stereotypen zu sein. Die stoischen Bremer Stadtmusikanten, der allgegenwärtige Roland und vor allem die unterkühlte Bremer Schnauze. Bremen ist aber so viel mehr und vor allem eine Stadt mit einer enormen kulinarischen Geschichte.

Zeitzeugen der letzten Jahrhunderte laden dazu ein, Bremen zu entdecken. Dabei rede ich nicht von touristischen Attraktionen, sondern vom unverwechselbaren Geschmack der Hansestadt. Kulinarik und vor allem der Genuss gehören immer dazu, um eine Region mit Haut und Haaren zu entdecken und Bremen weiß, wie es seine Gäste begeistert.

Ich mache mich also auf den Weg, um mich Bremens kulinarischen Genüssen hinzugeben und stoße dabei auf geschichtsträchtige Orte und Geschmäcker. (mehr …)

Neustadt, ein buntes Viertel!

Die Neustadt, ein Viertel im Wandel? Dies möchte ich euch hier und heute zeigen. Während man noch vor ca. 5 Jahren auf die andere Seite der Weser fuhr, um abends zu feiern, Tanzen oder einfach nur entspannt mit Freunden etwas trinken zu gehen, kann man dies inzwischen auch wunderbar in der Neustadt. Kommt mit auf meine Tour! (mehr …)

„Besonders schön ist es hier in den Morgenstunden.“

Jetzt, wo die Besichtigung der Bremer Innenstadt in der prallen Sommersonne oder unter dicken Gewitterwolken gerne mal zu – naja sagen wir einer feuchtfröhlichen Erkundung wird – sind wohl sehr viele über einen kühlen Platz im Schatten oder in einer klimatisierten Einrichtung dankbar. Wie passend, dass die Unser Lieben Frauen Kirche in Bremen nur einen Steinwurf von den berühmten Stadtmusikanten, dem Rathaus und dem Roland zu finden ist. Aber wer jetzt denkt, die Gemäuer der Liebfrauenkirche dienen nur als Schlupfloch für all die schwitzenden Touristen, der irrt sich.

Die Kirche aus Sicht der Stadtmusikanten.

Beim Betreten der Kirche werde ich immer ganz nostalgisch. Ich selber habe zu dieser Gemeinde nämlich eine besondere Verbindung, denn ich wurde hier getauft und auch konfirmiert. Meine Konfirmation liegt mittlerweile schon 5 Jahre zurück, trotzdem besuche ich mindestens einmal im Jahr, nämlich zum Weihnachtsgottesdienst, die Kirche. Gestern habe ich meiner Gemeinde mal wieder einen Besuch abgestattet und besonders die Kirchenfenster unter die Lupe genommen. Ich muss gestehen, die Geschichte dieser farbenfrohen Kunstwerke hatte ich nicht mehr so ganz in Erinnerung – aber dazu später mehr… Als ich nun also im Rahmen meiner Recherche in die Kirche kam, schwirrten mir plötzlich wieder ganz viele Erinnerungen durch den Kopf. Wie ich bei den Gottesdiensten meine Lieblingslieder aus Taizé gesungen habe, wie ich eines Weihnachten die Worte meiner auswendig gelernten Textzeilen vor der kompletten Gemeinde vertauschte oder wie ich mit meinen Freundinnen während der Konfirmation ganz stolz vor dem Fotografen posierte, mit unseren kleinen rosafarbenen Sträußen, die Mama und ich damals für alle Konfirmandinnen ausgewählt hatten. Aber genug von mir.

Was sollte man über die Unser Lieben Frauen Kirche wissen?

Die Unser Lieben Frauen Kirche ist nach dem St.-Petri-Dom der älteste Kirchenbau Bremens. Schon 1020 standen die ersten Wände, damals noch aus Holz erbaut, an ihrem jetzigen Platz. Früher hieß die Kirche St.-Veit-Kirche, was sich dann aber Mitte des 12. Jahrhunderts zu dem noch heute aktuellen Namen Unser Lieben Frauen geändert hatte. Nach dem zweiten Weltkrieg und dem bevorstehenden Wiederaufbau des Kirchengebäudes, kam die Frage auf, wie die Kirche denn nun verglast werden solle. Kurzer Hand wurden die Verantwortlichen auf den französischen Künstler Alfred Manessier aufmerksam. Manessier ist bekannt für seine wunderschön gestalteten Fenster, was er zuvor schon in Köln, Essen und Basel unter Beweis stellte.

Ich finde es toll, dass Bremen zu den ausgewählten Städten zählt, die er mit seinen Kunstwerken beschenkt hat.

Zugegebenermaßen musste die Gemeinde einige Anfangsschwierigkeiten überstehen. Geldprobleme und auch gegensätzliche Ansichten der Farbgestaltung machten die Anfangsphase heikel. Mit der ersten Begegnung Manessiers und dem kleinen Kreis von Gemeindemitgliedern verschwanden jedoch jegliche Zweifel und so entstand von 1964 bis 1979 (also ganze 15 Jahre!!!) das Kirchenfensterwerk, welches sich auch heute noch bestaunen lässt.

Rund um die Liebfrauenkirche reihen sich von Montag bis Samstag viele bunte Blumenstände.

Die vier Fenster

Das große Pfingstfester hinter dem Altar.

Einen großen Anteil an dem Kirchenbau, so wie man ihn heute vorfindet, hat der Glasmeister Franҫois Lorin. Ihm wurde die Ausführung aller Fenster anvertraut. In seiner Glaswerkstatt in Chartres (Frankreich) hat er Manessiers Vorstellungen wunderbar umgesetzt und später höchstpersönlich beim Einbau der Fenster Hand angelegt. Vier an der Zahl entstanden bei der Zusammenarbeit. Davon sind drei große Fenster zum Osten ausgerichtet und ein Radfenster befindet sich im Westwerk. Jedem Fenster liegt ein biblischer Inhalt zu Grunde. Das Fenster in der Mitte ist das Pfingstfenster. Hier wird also die Pfingstgeschichte in Form eines Fensters wiedergegeben. Links davon befindet sich das Weihnachtsfenster. Mein absolutes Lieblingsfenster! Ich könnte es mir Stunden ansehen. Ich liebe Weihnachten und die Weihnachtszeit. Die Düfte, die zu der Zeit in der Luft liegen, die Atmosphäre wenn meine Familie besinnlich zusammenkommt und mein Geburtstag, den ich auch immer kurz vor Weihnachten feiern kann, machen mich einfach glücklich. Ich bin eben ein Winter-Weihnachts-Kind. Ganz rechts befindet sich das Predigtfenster. Es ist der Kanzel am nächsten und wird von dem Thema „das verkündete Wort“ beherrscht.

Das Predigtfenster

Dreht man sich nun einmal um 180 Grad, dann schaut man direkt auf das Marienfenster. Es befindet sich neben der Orgel und sollte ursprünglich an den Lobgesang der Maria erinnern.

Das Marienfenster: „Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen“

Manessier war es wichtig, dass der Betrachter nicht nur das Spiel aus Licht und Farbe wahrnimmt, sondern auch geistlich in das Farbspiel eintaucht. Man braucht meiner Meinung nach kein umfassendes Wissen oder eine bestimmte Konfession, um sich in die Fenster zu verlieben. Jeder Betrachter findet wohl seine eigenen Assoziationen und Deutungen. Sicher ist, dass das Gesamtkunstwerk in Gänze nur beim eigenen Betrachten komplett zur Geltung kommt. Achtung Geheimtipp: Der Küster der Kirche sagte mir, die Fenster strahlen in den Morgenstunden besonders schön. Und das stimmt! Das Schattenspiel auf dem Boden und auf den Bänken ist beeindruckend. Einen kleinen Einblick bekommt ihr hier aber überzeugt euch davon lieber selbst!

Ich weiß, wo ich mich in Zukunft hinsetzte: Direkt vor das Weihnachtsfenster.

Die Kirche ist Montag bis Samstag von 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet. Der Gottesdienst findet sonntags von 10:30 bis 11:30 Uhr statt. Kontaktdaten findet ihr hier. Wer noch mehr über die Manessiers Fenster lesen möchte, der findet in der Kirche selbst und auch hier weitere Informationen.

Dies ist ein Gastbeitrag von Marla Malcherek

Besuch im Blindengarten Bremen

Im Bremer Stadtteil St. Magnus gibt es eine ganz besondere Grünanlage: den Blindengarten. Auf 1600 Quadratmetern können Besucher blühende und immergrüne Stauden und Gehölze mit allen Sinnen erleben. (mehr …)

A Swabian in Bremen

We’ve been living in Bremen for two years. I can’t believe it. Where has the time gone? It really has flown by. But I’d say that reflects well on my new home town of Bremen.

(mehr …)

Ein Schwabe in Bremen

Seit zwei Jahren wohnen wir in Bremen. Wow, wirklich? Schon? Jetzt fällt mir erst auf: das ging echt schnell. Ich deute das mal als erstes gutes Zeichen für meine neue Heimatstadt Bremen. (mehr …)

4. Bremer Instawalk – Behind the Scenes

Diesmal schreiben wir vom @bremermoment den Gastbeitrag auf dem Bremenblog und möchten unsere Eindrücke mit Euch teilen. (mehr …)

Showwechsel im GOP Varieté-Theater Bremen

Als Azubi im GOP Varieté-Theater Bremen besteht der Tag für mich nicht nur aus den klassischen Aufgaben, die im Büro anfallen, sondern ein großer und sehr interessanter Teil meiner Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann ist die Künstlerbetreuung, bei welcher ich in einem direkten – fast schon familiären Kontakt – mit „unseren“ Künstlern komme. (mehr …)