Carolin Hinz-Sowade

Moin, wie man in Bremen sagt. Ich bin im Jahr 2000 zum Studium nach Bremen gekommen und seitdem hier hängengeblieben. Schnell hatte ich mit der Stadt und ihren Bewohnern Freundschaft geschlossen. Beim Chorsingen und Drachenbootpaddeln war das ganz einfach. Bei der Bremer Touristik-Zentrale kümmere ich mich hauptsächlich um unsere Internetseite und um Broschüren. Wenn ich nicht im Büro sitze oder privat als Reisebloggerin die Welt erkunde, bin ich in Bremen immer auf der Suche nach gutem Kaffee, leckerem Kuchen und ganz besonderen Orten.

Traumhochzeit geplant? Die besten Orte zum Heiraten in Bremen

Aktualisierung 19.04.2018: Vier Jahre ist es her, dass dieser Artikel als einer der ersten auf dem Blog erschien. Grund genug, den Beitrag einer Frischekur zu unterziehen. Einige Orte wurden bereits über die Kommentare ergänzt. Ich habe jetzt alles noch einmal überprüft und ergänzt.

Ja, es gibt ein Leben neben meinen Job bei der BTZ. Und ja, manchmal bringt das mit sich, dass ich meine Stadt mit ganz neuen Augen sehe. So zum Beispiel, wenn ich mich auf die Suche nach dem perfekten Ort zum Heiraten mache – für meine eigene Hochzeit wohlgemerkt :-)

"Ehe für Alle" - die Regenbogenflagge weht am Bremer Marktplatz. Im historischen Rathaus könnt ihr euch standesamtlich trauen lassen.

„Ehe für Alle“ – die Regenbogenflagge weht am Bremer Marktplatz. Im historischen Rathaus könnt ihr euch standesamtlich trauen lassen.

Mein Büro bei der BTZ befindet sich im Verwaltungsgebäude an der Messe in Findorff. Regelmäßig höre ich Hupkonzerte, wenn sich im nahgelegenem Standesamt in der Hollerallee wieder Paare getraut haben. Keine Frage, das Standesamt ist sehr ansehnlich, besonders nach der kürzlich abgeschlossenen Renovierung. Aber ich war dort schon einmal bei einer Trauung Gast und wollte gern etwas Eigenes und etwas Außergewöhnlicheres für meine eigene Hochzeit. Zum Glück bietet Bremen dafür eine Vielzahl alternativer Trauorte an. Und so machten sich mein Verlobter (inzwischen Ehemann) und ich mit einem kleinen Fragenkatalog ausgestattet auf eine Rundreise durch Bremen. Hier unsere Erkenntnisse: (mehr …)

Momentaufnahme: 1 Million Krokusse in Oberneuland

Er kommt, der Frühling, ganz sicher. Ein nicht zu übersehendes Zeichen dafür sind die eine Million Krokusse, die derzeit wieder an der Franz-Schütte-Allee in Oberneuland ihre Blüten gen Himmel recken. Im Oktober 2012 wurden die Zwiebeln der Sorte „Ruby Giant“ in den Boden gesteckt und zeigen nun im sechsten Jahr ihre Wirkung.

Ein Ausflug nach Oberneuland lohnt also besonders für dieses Naturschauspiel. Zugegeben, die Franz-Schütte-Allee selbst ist nicht besonders attraktiv. Aber gleich nebenan lockt der Achterdieksee zum Spazieren gehen. Also, macht euch auf den Weg, bevor die Blüte schon wieder vorbei ist.

Kleine Spielerei mit den Farbreglern - so werden die Krokusse in Oberneuland noch einmal extra in Szene gesetzt.

Kleine Spielerei mit den Farbreglern – so werden die Krokusse in Oberneuland noch einmal extra in Szene gesetzt.

Weitere Blogs, die über die Krokusse geschrieben haben:

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Mein Bremen: Eis essen im Winter

Eis geht immer, richtig? Erst recht, wenn von Fiev Sinn die Einladung kommt, die neuen Sorten für die kommende Saison zu probieren. Und so stehe ich an einem Montagabend gemeinsam mit anderen Bloggerinnen in der Fiev Sinn Shop Lounge im Bremer Schnoor und teste mich durch das Sortiment.

Nachts im Schnoor - auf Einladung von Fiev Sinn durfte ich mich durch leckere Eissorten schlemmen.

Nachts im Schnoor – auf Einladung von Fiev Sinn durfte ich mich durch leckere Eissorten schlemmen.

Seit September letzten Jahres kreiren Daniela Pataj-Vogt und ihr Team leckere Sorten Eis am Stiel. Die Idee dazu kam spontan während eines Italien-Urlaubs und so wurde das Konzept des eigentlichen Ladengeschäftes kurzfristig erweitert. Seitdem könnt ihr neben in Bremen produzierten Produkten, wie den Piekfeinen Bränden von Birgitta Rust, Kaffee, Tee und noch viel mehr, eben auch leckeres Eis schlemmen. Das Eis kommt dabei ganz ohne künstliche Zusatzstoffe aus und ist je nach Sorte auch für Veganerinnen geeignet.

Seit September 2017 bietet Daniela Pataj-Vogt in ihrem Laden nicht nur bremische Produkte sondern auch selbstgemachtes Stieleis an. Mit Leidenschaft und Herz steht sie fast immer selbst im Laden.

Seit September 2017 bietet Daniela Pataj-Vogt in ihrem Laden nicht nur bremische Produkte sondern auch selbstgemachtes Stieleis an. Mit Leidenschaft und Herz steht sie fast immer selbst im Laden.

Die eingeladenen Bloggerinnen und ich kosten uns an diesem Abend durch Brombeersorbet, Rote Grütze mit Vanille, Haselnuss (die Lieblingssorte der Inhaberin) bis hin zu alkoholischen Eisen wie Campari O und Gin Tonic am Stiel. Ich persönlich habe ja seit meiner Kindheit eine Vorliebe für cremige Eise, fand aber jede Sorte ausnahmslos lecker. Besonders überrascht war ich vom Campari O. Und nein, nicht des Alkohols wegen, sondern weil mir das herb-frische an diesem Abend besonders gut geschmeckt hat.

Wenn ihr euch selbst einmal durch das Sortiment probieren wollt oder aber ein besonderes Bremen-Geschenk sucht: Die Fiev Sinn Shop Lounge im Bremer Schnoor 30 ist täglich von 11 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Inhaberin Daniela steht auch meistens selbst hinter dem Tresen und kann euch alles über die Eisproduktion und auch zu den verschiedenen Produkten erzählen. Der Besuch der Fiev Sinn Shop Lounge ist auch im Programm der Altstadt-Tour von eat-the-world.com enthalten.

Schon schön, unser Schnoorviertel im Dunkeln. Aber sehenswert natürlich auch besonders am Tage.

Schon schön, unser Schnoorviertel im Dunkeln. Aber sehenswert natürlich auch besonders am Tage.

Ich bedanke mich jedenfalls recht herzlich für den netten Abend und ich komme bestimmt bald wieder – mit den Kindern, die sicher auch hervorragende Eistesterinnen abgeben :-)

„Rausfahren, wenn andere reinkommen“ – ein Besuch bei den Seenotrettern

Dass ich einen Segelschein (Sportbootführerschein Binnen und See) habe, darf ich gar nicht so laut sagen. Ich werde nämlich total schnell seekrank. Eine meiner schlimmsten Erfahrungen in diesem Punkt war die Überführung eines 25 m langen Seglers von der Sail in Bremerhaven zum Großsegler-Festival in Amsterdam (Ijmuiden). Bei Windstärke 7 ist uns auf der Nordsee mitten in der Nacht das Segel gerissen und wir mussten es einholen. Da wir dann nur mit Motor gegen die Wellen tuckern konnten, ist uns irgendwann allen schlecht geworden. Habt ihr schon mal den Kapitän über die Reling spucken sehen? Nicht sehr vertrauenserweckend.

Jedenfalls, uns ist nichts passiert, wir haben die Nacht überstanden. Und trotz dieser blöden Erfahrung habe ich mich doch die ganze Zeit über recht sicher gefühlt. Denn wenn es ganz übel gekommen wäre, wäre die nächste Seenotretter-Station nicht weit gewesen.

Im Bremer Stadtgebiet sind Seenotfälle eher selten und doch ist man den Seenotrettern gerade hier besonders nah. Direkt an der Weser, unweit der Innenstadt, liegt nämlich die Zentrale der Seenotretter bzw. vollständig: der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, DGzRS. Hier befindet sich auch die zentrale Leitstelle, die Seenotleitung Bremen der DGzRS. Das heißt, alle Notrufe gehen in Bremen ein und werden von hier aus koordiniert. Im Rahmen von kostenfreien Führungen erhaltet ihr in Bremen einen Einblick in die Geschichte der Seenotretter und der aktuellen Aufgaben.

Modell eines Seenotretters mit Raketenapparat, im Hintergrund ein Bild eines der ersten Ruder-Rettungsboote

Modell eines Seenotretters mit Raketenapparat, im Hintergrund ein Bild eines der ersten Ruder-Rettungsboote

Los geht es direkt im Eingangsbereich der DGzRS. Hier sind in Schaukästen Modelle von Seenotrettungskreuzern ausgestellt. Derzeit gibt es insgesamt 59 Seenotrettungskreuzer und -boote. Auf den Kreuzern sind jeweils fest angestellte Stammbesatzungen im Einsatz, auf den Booten hingegen Ehrenamtliche. Vergleichbar ist dieses System mit der Feuerwehr, bei der es neben der Berufsfeuerwehr noch die Freiwillige Feuerwehr gibt. Im Gegensatz zur Feuerwehr arbeitet aber die DGzRS zu 100 Prozent aus Spenden finanziert. Eine besonders große Spendensumme kommt durch die jährliche Eiswette zusammen.

Ebenfalls im Eingangsbereich befindet sich ein Modell, das die Anfänge der Seenotretter zeigt. Zu Zeiten der Gründung der DGzRS 1865 wurde noch mit schweren Ruderbooten im küstennahen Bereich gerettet, vornehmlich Schiffe, die vor der Küste auf Grund gelaufen waren und sich nicht mehr selbst befreien konnten. Das Modell zeigt, wie vom Ufer mit Raketen lange Seile zu den verunglückten Schiffen geschossen wurden, um die Besatzung dann über eine Seilkonstruktion an Land zu holen – recht abenteuerlich das Ganze, aber effizient.

Im Modell: Die Rettung von Land aus – recht abenteuerlich, aber effizient.

Im Modell: Die Rettung von Land aus – recht abenteuerlich, aber effizient.

Seitdem hat sich die Technik der Seenotretter weiterentwickelt und die Flotte besteht aus modernen Booten und Kreuzern. Aber auch alle moderne Technik kann nicht die größten Unglücke verhindern – mit einer Namenstafel erinnern die DGzRS an die im Einsatz verunglückten Seenotretter. Während unserer Führung erzählt ein anderer Besucher die Geschichte der Adolph Bermpohl, die 1967 vor Helgoland verunglückte und sieben Menschen mit in den Tod riss – ein Drama, bei dem ich einen Kloß im Hals bekomme.

Lieber schnell weiter im Programm: In einem Film erfahren wir etwas von den verschiedenen Einsätzen, die die Seenotretter fahren. Es sind gar nicht immer die ganz großen Dramen mit sinkenden Schiffen. Manchmal hat sich auch einfach nur ein Fischer in seinen Leinen vertüddelt, oder einem Kite-Surfer haben die Kräfte verlassen, oder aber Zwillinge wollen einfach nicht warten, bis ihre Mutter zur Geburt das Krankenhaus erreicht hat. Die Seenotretter greifen oft frühzeitig ein, bevor eben schlimmeres passiert.

Gleich drei Seenotrettungsboote lagen während unseres Besuches zur Wartung in der hauseigenen Werft, auf dass sie noch viele Jahre ihren Dienst tun können.

Gleich drei Seenotrettungsboote lagen während unseres Besuches zur Wartung in der hauseigenen Werft, auf dass sie noch viele Jahre ihren Dienst tun können.

Damit sie das auch noch zukünftig tun können, müssen die Boote und Kreuzer regelmäßig gewartet werden. Bei unserem Besuch in der hauseigenen Werft liegen gleich drei Seenotrettungsboote wie Rohlinge in der Halle. Die Technik wird erneuert und ein neuer Anstrich ist auch mal wieder fällig. Dank regelmäßiger Wartung und Erneuerung der Technik sind die Boote und Kreuzer der Seenotretter durchschnittlich 30 Jahre lang im Dienst.

Uff, so langsam schwirrt mir der Kopf. Während der Führung gibt es sehr viel zu sehen und die Geschichten der Seenotretter sind unerschöpflich. Wegen der Witterung (Rutschgefahr) muss ein Besuch des Museumskreuzers H.-J. Kratschke heute leider ausbleiben. Aber ich habe auch so schon viele Eindrücke gewonnen. Eines ist auf jeden Fall klar: Die Arbeit der Seenotretter ist unersetzlich und verdient höchsten Respekt.

Ihr wollt die Seenotretter unterstützen? Dann schmeißt doch ein paar Münzen in eines der deutschlandweit aufgestellten Sammelschiffchen. Oder klickt auf www.seenotretter.de/spenden. Auf der Website der Seenotretter findet ihr auch Informationen, wie ihr selbst aktiv als Ehrenamtliche helfen könnt.

Eines der bekannten Sammelschiffchen der DGzRS. Im Hintergrund überblickt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Geschehen. Traditionell ist das amtierende Staatsoberhaupt Schirmherr der Seenotretter.

Eines der bekannten Sammelschiffchen der DGzRS. Im Hintergrund überblickt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Geschehen. Traditionell ist das amtierende Staatsoberhaupt Schirmherr der Seenotretter.

Liebe Seenotretter, vielen Dank für die spannenden Einblicke in eurer Zentrale und vor allem: Danke für eure Arbeit!

Informationen zu den Führungen bei der DGzRS erhaltet ihr telefonisch direkt bei den Seenotrettern unter Telefon: 0421 53 707 – 665 oder 0421 53 707 – 534.

Ihr wollt noch mehr über die maritime Seite Bremens erfahren? Gruppen ab 10 Personen können bei uns das Tagesprogramm „Seenotrettung und Schiffe schauen“ für 24 Euro pro Person buchen. Neben der Führung bei den Seenotrettern, die auch hier kostenfrei und damit nicht Bestandteil des Preises ist, haben wir noch ein maritimes Mittagessen und eine Führung über die Weserpromenade Schlachte im Angebot. Alle Informationen hierzu findet ihr auf unserer Website.

 

Schlemmen wie im Paradies – Frühstücken in Bremen

Ich bin ein absoluter Frühstücksmensch. Bevor ich nicht etwas im Magen habe, spricht man mich besser nicht an. Das ist mir sogar wichtiger als die erste Tasse Kaffee am Morgen.Bevor ich im Jahr 2000 (oh, ich werde alt) nach Bremen kam, kannte ich nur das schnelle Frühstück zuhause. Möglicherweise war das dem Umstand geschuldet, dass es in meiner kleinen Heimatstadt dazu schlichtweg keine Alternativen gab. Wie auch immer, mit Freunden und Freuden habe ich dann recht schnell die hervorragenden Frühstücksangebote in Bremer Cafés und Restaurants kennengelernt. Eine kleine Auswahl meiner persönlichen Frühstücksparadiese zeige ich euch hier: (mehr …)

Access-for-all coach tour – seeing Bremen’s sights in a wheelchair

Here she is, our brand-new sightseeing coach. During my maternity leave (did you miss me?!), I spotted her on the streets of Bremen a few times. But with a baby and all the accessories in tow, I never managed to get a picture.

But here we are now specifically for a photoshoot. ‚Why?‘, you might ask. Well, so that we can show off the new coach in all its accessible glory, of course!

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Barrierefreie Stadtrundfahrt – mit Rollstuhl durch Bremen

Da ist er also, unser neuer Bus für die Stadtrundfahrt. Während meiner Elternzeit (juhu, ich bin wieder da), ist er mir schon diverse Male auf den Straßen begegnet. Aber vollgepackt mit Kind und Kegel konnte ich kein Foto machen.

Jetzt aber haben wir aber einen festen Fototermin – und ein konkretes Anliegen: Wir möchten euch den Bus mit seiner neuen Möglichkeit, die Stadt barrierefrei zu erkunden, vorstellen. (mehr …)