Bremer Köpfe: Adolph Freiherr von Knigge

„Am liebsten mögte ich hier in der Altstadt an der sogenannten Schlachte wohnen, wo die Ankunft und Abfahrt der Fahrzeuge auf der Weser einen Anblick voll angenehmer Abwechslung gewährt.“

Dieser Schlachte-Liebhaber, der schon zu seinen Lebzeiten gerne an der Weserpromenade entlang lief, ist Namensgeber und Autor für den wohl bekanntesten Ratgeber von Manieren und Umgangsformen: Adolph Freiherr von Knigge.

Aber wer ist Adolph Freiherr von Knigge?

Vielleicht ist er euch noch aus dem Geschichts- oder Deutschunterricht bekannt. Freiherr von Knigge (1752-1796), war ein Schriftsteller, der vor allem aufklärerische Schriftwerke verfasste. Alles begann jedoch nicht in Bremen sondern in der Umgebung von Hannover, wo Adolph Freiherr von Knigge als verarmter Adliger auswuchs.

Früh entdeckte er sein Interesse an der Aufklärung. Um sich neben seinen wechselnden Tätigkeiten an deutschen Höfen etwas Geld zu verdienen, schrieb er diverse aufklärerische Werke. „Über den Umgang mit Menschen“ war sein berühmtestes Werk. Durch überarbeitete Ausgaben von anderen Herausgebern nach seinem Tod wurde aus seiner Aufklärungsschrift die Anstandsfibel „Der Knigge“. Und was hat das alles jetzt mit Bremen zu tun?

Abhängig vom Herausgeber und dem Erscheinungsjahr seiner Bücher erscheint das "von" in seinem Namen.

Abhängig vom Herausgeber und dem Erscheinungsjahr seiner Bücher erscheint das “von” in seinem Namen.

Seine letzte Station im Leben war die Hansestadt Bremen. Knigge arbeitete als Oberhauptmann für die Regierung und schrieb weitere Werke. Zu Ehren seines Schaffens wurde er im Bremer Dom begraben. Seine Grabplatte kann man heute noch im St-Petri-Dom besichtigen.

Wer von euch den Namen Knigge in Bremen noch mit etwas anderem außer Benimmregeln verbindet, liegt genau richtig. Zwar besteht zwischen Freiherr von Knigge und der Konditorei und Confiserie Knigge in der Bremer Sögestraße kein Zusammenhang, dennoch lohnt sich ein Besuch immer. Torten, Gebäck und feinste Leckereien laden zum Kaffeesieren ein.

Mit vielen Kuchen- und Tortenkreationen wird jeder Besuch zum Gaumenschmaus.

Mit vielen Kuchen- und Tortenkreationen wird jeder Besuch zum Gaumenschmaus.

Kleine Information:
Die Grabplatte von Adolph Freiherr von Knigge findet Ihr gegenüber des Dom-Museums.
Öffnungszeiten des St.-Petri-Doms: Mo-Fr 10.00 – 17.00 Uhr, Sa 10.00 – 14.00 Uhr, So 14.00 – 17.00 Uhr,
bei kirchlichen Amtshandlungen und Feiertagen geschlossen

Öffnungszeiten Konditorei Knigge in der Sögestraße:
Mo-Sa 9.00 – 18.30 Uhr
So 11.00 – 18.00 Uhr

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Das ist ein Gastbeitrag von Lisa Brandt.

2 Anmerkungen zu “Bremer Köpfe: Adolph Freiherr von Knigge

  1. Hansi says:

    Ja, nicht die Bremer haben Herrn Knigge animiert die Regeln des guten Benehmens zu formulieren, sondern die Hannoveraner! ;-)

  2. Lutz says:

    Hansi hat natürlich recht, deshalb spricht man in Hannover auch das beste Deutsch und geht nicht “umzu”. Das kann man nur in Bremen und stößt auch noch an den “spitzen Stein”. Also auf nach Bremen und mit einem der ehrenamtlichen Greeter “umzu” gehen.

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