Bremer Köpfe: Robinson Crusoe

„I was born in the year 1632, in the city of York, of a good family, though not of that country, my father being a foreigner of Bremen, who settled first at Hull“, so lautet der erste Satz im Weltbestseller „Robinson Crusoe“ von Daniel Dafoe.

Kaum zu glauben, dass die weltweit bekannte Romanfigur Sohn eines Bremer Kaufmanns ist. Ursprünglich hieß Crusoe‘s Vater Kreuznaer, welches sich im Englischen zu Crusoe wandelte. Der Vater wanderte über Hull nach York in Nordengland aus, wo auch Robinson Crusoe aufwuchs.

In dem Gebäude befindet sich die Crusoe-Halle mit kleinen Verkaufsausstellungen.

In dem Gebäude befindet sich die Crusoe-Halle mit kleinen Verkaufsausstellungen.

Hanseatischer Tatendrang und Pioniergeist

Noch immer findet man Spuren der Romanfigur in Bremen. Heute steht in der Böttcherstraße das Robinson-Crusoe-Haus. Ludwig Roselius, der Gründer von Kaffee HAG, kaufte nach und nach alle Gebäude der Böttcherstraße auf und ließ sie im Stil des Expressionismus gestalten. Als letztes Gebäude wurde 1931 das Robinson-Crusoe-Haus fertiggestellt. Roselius wählte den Namen als Symbol für hanseatischen Tatendrang und Pioniergeist.

Bernhard Hoetger entwarf zahlreiche Elemente des Robinson-Crusoe-Hauses, unter anderem auch den Silberlöwen (links).

Bernhard Hoetger entwarf zahlreiche Elemente des Robinson-Crusoe-Hauses, unter anderem auch den Silberlöwen (links).

Vor der Zerstörung im ersten Weltkrieg nutzte der „Club zu Bremen“, ein Gesellschaftsclub, die Repräsentationsräume des Gebäudes. Nachdem es im zweiten Weltkrieg einem Bombenangriff zum Opfer fiel wurde das Haus anschließend größtenteils wieder in ihrem ursprünglichen Zustand errichtet. Heute befindet sich in dem Bauwerk die Crusoe-Halle mit kleinen Verkaufsausstellungen. Man findet das Gebäude auf der rechten Seite am Ende der Böttcherstraße Richtung Martinistraße.

Ein besonderes Erkennungsmerkmal des Gebäudes sind die von Hoetger gefertigten Fenster.

Ein besonderes Erkennungsmerkmal des Gebäudes sind die von Hoetger gefertigten Fenster.

In der Crusoe-Halle findet ihr heute BÜCHLERS BESTE BOHNE, eine Bremer Privatrösterei. 

Das ist ein Gastbeitrag von Lisa Brandt.

Ein Kommentar zu “Bremer Köpfe: Robinson Crusoe

  1. E. Bontenackels says:

    Ja, und dann ist da noch die Geschichte eines Weltenbummlers, der mal kurz in Bremen Station machte . „Sagen Sie mal, stimmt das eigentlich, dass Tom Hanks Bremer ist?“
    Sie wissen schon, der von ‚Cast Away‘!
    Ich überlegte kurz: „Nee, aber wenn Sie wollen, dann schon eher Robinson Crusoe…“
    „Ja, den meinte ich doch“, sagte der weitgereiste Gast.

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