Hinter den Kulissen beim Filmdreh

#EnjoyGermanFood – unter diesem Motto steht die diesjährige, weltweite Themenkampagne „Culinary Germany“ der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT). Essen genießen? Das können wir Bremer auch, da sind wir dabei.

Im Rahmen der Kampagne war das Ziel, alle Bundesländer mit ihren kulinarischen Highlights abzubilden. In Bayern stand Bier im Fokus, in Baden-Württemberg die Maultasche und bei unseren Nachbarn in Niedersachsen gab es Spargel. Insgesamt umfasst die Reihe nach Abschluss 16 Kurzfilme. Für das Bundesland Bremen fiel die Entscheidung recht schnell auf Fischsuppe – um genau zu sein die Bremerhavener Fischsuppe. Im Original aus den 1930er Jahren und nun modern interpretiert.

So ein Dreh benötigt ziemlich viel Vorbereitung und zeitlichen Vorlauf: Bereits im Frühjahr 2017 hatten die Planungen bei der DZT begonnen und wir haben sie tatkräftig bei der Realisierung der Dreharbeiten unterstützt. Drehorte mussten gefunden werden, die Protagonisten koordiniert werden. Die Dreharbeiten fanden dann im letzten August an insgesamt zwei Tagen statt. Interviewt wurden die Experten zum Thema Kulinarik in allen 16 Kurzfilmen von der Wein- und Foodbloggerin Ursula Heinzelmann. Für den Bremer Film über die Fischsuppe sah der Plan vor, dass die Bloggerin zum einen die Zutaten einkaufen und zum anderen dann die Suppe mit einem Koch zusammen kochen sollte.

Making of: What do you eat in Bremen?

Bei Fiedlers wurde der benötigte Fisch eingekauft.

Los ging es bei den Dreharbeiten also bei Fiedlers Fischmarkt, dem traditionsreichen Fischhandel in Bremerhaven. Nach dem Einkauf war die zweite Station für Ursula Heinzelmann und das sechs-köpfige Team das Seefisch Kochstudio. Hier wurde zusammen mit dem Chefkoch Ralf Harms für die Dreharbeiten die Fischsuppe gekocht.

Making of: What do you eat in Bremen?

Vor dem Kochen hieß es: schnibbeln und vorbereiten

Making of: What do you eat in Bremen?

#enjoyGermanFood – da ist der Name Programm

Insgesamt viermal wurde die Suppe angesetzt für die Dreharbeiten – also gab es genug zum Probieren für die ganze Mannschaft. Nach dem Kochen ging es dann für Ursula Heinzelmann und Ralf Harms vor die Türen des Kochstudios direkt ans Wasser am Schaufenster Fischereihafen. Dort durften die beiden ihr Werk probieren – passend dazu gab es einen Riesling Alte Rebe aus dem Bremer Ratskeller. Wenn das kein würdiger Rahmen ist, um eine frisch gekochte Fischsuppe zu genießen, weiß ich auch nicht :)

Making of: What do you eat in Bremen?

Die beiden Protagonisten durften die Suppe im Anschluss direkt am Wasser genießen. Foto: Martina Buchholz / Fischereihafen Betriebsgesellschaft mbH

Und jetzt haben wir noch etwas für euch: Das Seefisch Kochstudio hat uns netter Weise das Originalrezept von dem Dreh zur Verfügung gestellt und wir dürfen es mit euch teilen. Vielen Dank dafür! Lasst es euch schmecken und erzählt uns gerne davon, wenn ihr die Suppe nachgekocht habt.

Wenn ihr noch mehr über Kulinarik in Bremen erfahren wollt, dann klickt euch doch mal in unsere Themenseite #tastebremen.

Rezept der original Bremerhavener Fischsuppe

Fischzutaten:
750 g Seefischfilet
(z.B. Rotbarschfilet,
Seelachsfilet, Lengfischfilet)
100 g Muschelfleisch
50 g Krabbenfleisch

Für die Suppe:
1 ½ l Gemüsebrühe
1 Zwiebel
1 Bund Suppengrün
1 Knoblauchzehe
3 EL Olivenöl
2 Eigelb
¼ Tasse Sahne
Je ½ Bund Petersilie und Dill, gehackt
1 Messerspitze Curcuma
1 Messerspitze Cayennepfeffer

  • Die Knoblauchzehe putzen und zerdrücken. Das übrige Gemüse putzen und in feine Streifen schneiden und im Olivenöl und dem zerdrückten Knoblauch anschwitzen.
  • Mit der Gemüsebrühe auffüllen, Gewürze hinzufügen.
  • In der Zwischenzeit die gesäuberten Filets in Stücke schneiden, zusammen mit den Meeresfrüchten in die Brühe geben und bei schwacher Hitze etwa 5 Minuten gar ziehen lassen.
  • Die Sahne mit dem Eigelb verrühren und die Suppe damit legieren (nicht mehr kochen lassen!).
  • Eventuell noch etwas nachwürzen, mit Petersilie und Dill bestreuen und servieren.
Fischsuppe im Seefischkochstudio

Das Rezept aus den 30er Jahren ist neu interpertiert worden.

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