Bremen

Zaubertrank in Saftform

Die Tage werden kürzer. Das macht sich bei mir sofort im Energiehaushalt bemerkbar. Wenn ich mir dann auch noch eine Nacht um die Ohren schlage und versuche, Zeugin einer Mondfinsternis zu werden, dann brauche ich dringend etwas, das mich wieder fit macht. Die Säfte im Laden „pressgut“ bei mir um die Ecke haben das Potenzial zum Wunderelixier. Davon konnte ich mich kürzlich überzeugen. (mehr …)

Ein Packhaus zum Verlieben

Schon bei seinem allerersten Besuch im alten Vegesacker Packhaus war Malte verliebt. Und das sogar gleich zweifach. Damals, 1993, war er fünfzehn und hatte bei Radio Bremen Karten für ein Konzert der Band „Ear Movement“ gewonnen, die im Packhaus auftreten sollten. Sein erstes Date sollte es sein und er reiste vom – gefühlt sehr weiten Weyhe – mit der Bahn und der Herzensdame in den Nordbremer Stadtteil. Doch nicht nur seine Begleitung weckte romantische Gefühle in ihm. „Ich habe mich schon damals sofort in dieses wundervolle Haus verliebt!“, gesteht er. Heute, mehr als zwanzig Jahre später, ist Malte Prieser Geschäftsführer des Kulturbüros Bremen Nord, zu dem auch das alte Packhaus gehört. Zum fünfundzwanzigsten Jubiläum des Kulturzentrums nimmt er mich mit auf eine Tour durch das altehrwürdige Gebäude – und er hat Recht, dieses Haus öffnet das Herz und die Augen für ganz neue Begegnungen. (mehr …)

Abkühlung gefällig?

Passend zur Ferien- und Urlaubszeit ist er da: der langersehnte Sommer. Wer wie ich bei Temperaturen über 30 Grad auf der Suche nach einem schattigen Plätzchen und Abkühlung ist, für den gibt es in Bremen einige Orte, an denen man es auch an solchen Tagen sehr gut aushalten kann. Damit die Zeit also nicht allzu hitzig für euch wird, stellen wir euch hier ein paar zentrumsnahe, kühle Ziele am und im Wasser vor.

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Bremer Köpfe: Friedrich Engels

Friedrich Engels (1820–1895) erlangte im Tandem mit Karl Marx als Politiker, Publizist, Militärtheoretiker und Philosoph Weltruhm. Was viele nicht wissen: Den Grundstein zu dieser beachtlichen Karriere legte er während seiner Ausbildungszeit in Bremen von 1838 bis 1841. Direkt gegenüber seiner damaligen Wirkungsstätte an der Martinikirche erinnern nun zwei Schau-Fenster an Friedrich Engels. (mehr …)

Happy Birthday, Mr. Liberty

Noch ganz schön knackig für sein Alter. Und doch: Die Freiheitsstatue der Bremer, das UNESCO Weltererbe, der Roland von Bremen feiert am 5. November schon seinen 610. Geburtstag!
Warum eigentlich am 5. November? So ganz genau weiß man das nicht, denn das eigentliche Geburtsdatum des historischen Helden ist unbekannt.

Am „Tag der wiedererstandenen Freiheit“ feierten die Bremer von 1813 bis 1863 am 5. November die Befreiung der Stadt von russischen Kosaken durch das napoleonische Frankreich. Die Rolandstatue galt als Symbol für Selbstbewusstsein, Freiheit und Selbstbestimmung der Bürger. Tanzende Mädchen legten jährlich Blumen am Fuße der Statue nieder, um der erkämpften Freiheit zu gedenken. In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts lebte der Brauch für kurze Zeit wieder auf.

Noch längst nicht alle Bremer und Besucher wissen heute, dass die Statue zusammen mit dem Rathaus bereits seit dem Jahr 2004 zum UNESCO-Welterbe gehört. Um die Bedeutung des Rolands in Bremen zu stärken und auf seinen besonderen Status als UNESCO-Welterbe aufmerksam zu machen, lässt die Bremer Touristik-Zentrale (BTZ) seit 2008 jedes Jahr den alten Brauch wieder aufleben.

Der Roland zu Bremen - UNESCO Welterbe

Der Roland zu Bremen und sein wandelnder Geselle

Mit kostenlosen Führungen auf dem Marktplatz, einem Stelzenkünstler als Rolandstatue, Sekt für seine Namensbrüder und weiteren Informationsangeboten begeht die steinerne Statue als eine der ältesten und repräsentativsten ihrer Art feierlich ihren 610. Geburtstag, denn gebaut wurde sie 1404.

Für alle, die mehr über den Roland erfahren möchten, gibt eine Infotafel neben der Statue auf Deutsch und Englisch Auskunft über die Herkunft und Bedeutung der Statue. Am Infostand auf dem Marktplatz informieren Gästeführer zusätzlich über die Geschichte des Rolands und die Auszeichnung als UNESCO-Welterbe.

Nach der altfranzösischen Dichtung „La Chanson de Roland“, die kurz nach 1100 entstand, war Roland ein Neffe von Kaiser Karl, dem Großen. In einem Gefecht gegen die Basken soll der Ritter das Heer Karls gerettet haben. Rolandstatuen als Standbild eines Ritters und als Symbol für Freiheit und Marktrechte findet man in vielen nord- und ostdeutschen Städten sowie in Brasilien und den USA. Der Bremer Roland jedoch war stilprägend für viele seiner europäischen Vettern und wird daher auch als Ahnherr dieser Figuren bezeichnet.

2004 verkündet das Welterbekomitee der UNESCO die Zugehörigkeit des Bremer Rathauses und des Rolands zum Welterbe der Menschheit. Eine Auszeichnung, die ihre Einzigartigkeit in der Welt dokumentiert, weil Roland und Rathaus „als außergewöhnliches Zeugnis für bürgerliche Autonomie und Souveränität stehen, wie sie im Laufe von Jahrhunderten in Europa entstanden. Und sie reflektieren in ihrer Symbolik bis heute den eigenständigen Status des Stadtstaates Bremen“, so heißt es in der offiziellen Begründung. 2010 wurden der Roland und das Rathaus auch auf eine 2-Euro-Gedenkmünze geprägt.

Na denn, Wohlsein, Mr. Liberty!

UNESCO Welterbe - der Roland und das Rathaus zu Bremen

UNESCO Welterbe – der Roland und das Rathaus zu Bremen

 

Ein Funkhaus für Bremen

Nach dem Krieg in einer besetzten Villa untergebracht, sitzt Radio Bremen heute in einem der modernsten Funkhäuser Europas: Dort macht die öffentlich-rechtliche Landesrundfunkanstalt längst nicht nur Radio, sondern auch Online-Angebote und natürlich Fernsehen. Größen wie Rudi Carrell, Hape Kerkeling und Loriot standen in den Studios vor der Kamera. Hinter die Kulissen dürfen Besucher bei einer Funkhausführung spitzen. (mehr …)

Kunstfrühling am Güterbahnhof

Partyvolk, Designer, Künstler und Kulturschaffende haben das Gelände des Güterbahnhofs längst zum Hotspot der kreativen Szene in Bremen gemacht. In der Gleishalle hinter dem Hauptbahnhof findet auch der Kunstfrühling statt, eine Plattform für Künstler aus Bremen und der Region. Als Besucher kann man dort nicht nur anschauen — mitmachen und anfassen ist durchaus möglich. (mehr …)