Windrose

Mein Bremen: Die Windrose am Martinianleger

Bremen ist weltoffen! Na klar, schließlich ist die Wesermetropole seit Jahrhunderten emsiger Handelsstandort und durch ihren Fluss mit aller Welt verbunden. Als alte Hansestadt wurden hier von jeher Menschen unterschiedlichster Herkunft willkommen geheißen. Auch eine aktuelle Umfrage unter den Bremerinnen und Bremern hat ergeben, dass die Einwohnerinnen und Einwohner die Weltoffenheit ihrer Heimat besonders schätzen. Unter 11.000 Begriffen, die gesammelt wurden, waren „weltoffen“, „bunt“, „tolerant“ und „vielfältig“ die meistgenannten Begriffe.

Für mich ist diese Weltoffenheit schon immer untrennbar mit der Lage am Fluss verbunden. Von hier aus starteten Bremerinnen und Bremer in die große weite Welt und hießen in ihren Häfen Fremde willkommen. Deshalb ist für mich die Windrose am Martinianleger so ein wunderschönes Symbol für Bremens Geschichte und Zukunft.

Windrose am Martinianleger, Bremen

Die Bronzeplastik „Windrose“ wurde 1966 von dem Bremer Bildhauer Paul Halbhuber (1909-1995) erstellt. Sie zeigt in die vier Himmelsrichtungen sowie in etwa 80 Welt- und Hafenstädte. Auch die Kilometer zu den fernen Städten sind angegeben.

Die Himmelsrichtungen sowie die Entfernungs- und Richtungsangaben befinden sich auf einer flachen Bronzeplatte von zwei Meter Durchmesser. Das Besondere an der Windrose ist aber die Mitte: hier erhebt sich ein Relief mit den Bremer Stadtmusikanten.

Die Bremer Stadtmusikanten stehen für Weltoffenheit und sind in der Mitte der Windrose abgebildet.

Zum 75-jährigen Firmenjubiläum am 1965 schenkte Alfred Kühne der Stadtgemeinde Bremen diese Windrose, um den Platz vor dem Firmengebäude an der Wilhelm-Kaisen-Brücke attraktiver zu gestalten. Seit dem Abriss und Neubau des Gebäudes steht sie am Martinianleger.

Weserauf- und -abwärts in alle Welt … Die Windrose am Martinianleger zeigt den Weg.