Wochenmarkt Domshof: Landfeeling mitten in der Innenstadt

Wer mag das nicht? Gemütlich über einen Markt schlendern, sich von Frische und Farben der Waren inspirieren lassen, Düfte wahrnehmen und mit Verkäufern und Kunden einen kurzen Schnack halten. All das verbinde ich mit dem Besuch auf einem Wochenmarkt und konnte mich auf dem Domshof live davon überzeugen. 

Zugegeben – oft bin ich nicht auf den Bremer Wochenmärkten unterwegs. Aber: Jedes Mal wenn ich zwischen den Ständen durchlaufe und mir frischeste Lebensmittel kaufe, frage ich mich, warum ich das nicht häufiger mache. Als ich an einem Donnerstagmittag auf den Markt auf dem Domshof zulaufe, kommt in mir sofort ein ausgeprägtes Gefühl von Urlaub hoch. Die Sonne scheint, es ist warm und hell, ich muss meine Sonnenbrille aufsetzen, um überhaupt etwas erkennen zu können.

Einladend und entspannt: Das Angebot macht definitiv hungrig und inspiriert zu neuen Koch-Ideen

Einladend und entspannt: Das Angebot macht definitiv hungrig und inspiriert zu neuen Koch-Ideen

Zwischen den unterschiedlichen Ständen herrscht eine entspannte Einkaufsatmosphäre. Menschen suchen sich ihre Waren aus, zeigen darauf, halten ihre Körbe hin und lassen sie befüllen. Die Verkäuferinnen und Verkäufer beraten, wiegen ab, witzeln mit ihren Kunden herum. Gute Laune macht sich in mir breit.

Perfekt für neue Koch-Ideen

Ich schlendere den ersten Gang entlang und lasse meinen Appetit von den Waren, die hier angeboten werden, anregen. Gemüse und Obst in kräftigen Farben strotzen nur so vor Frische. Fleischwaren und Brot werden ebenso angeboten wie Kräuter und eingelegte Produkte wie Oliven und andere Antipasti. Mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Auch zwei Käsestände finde ich und würde sie am liebsten leer kaufen.

Von Gemüse bis Obst, von Brot bis Antipasti, von Käse bis Fleisch und Fisch. Kräuter gibt es auch. Und nebenan auf dem Unser Lieben Frauen Kirchhof findet sich oft der Blumenmarkt.

Von Gemüse bis Obst, von Brot bis Antipasti, von Käse bis Fleisch und Fisch. Kräuter gibt es auch. Und nebenan auf dem Unser Lieben Frauen Kirchhof findet sich oft der Blumenmarkt.

Mittagspause auf dem Markt

In Richtung Dom besteht ein kleinerer Abschnitt des Marktes aus Imbissbuden mit unterschiedlichen Angeboten. Einige Hungrige stehen noch beim Asia-Imbiss und am Bratwurststand an, andere sitzen schon am Rand des Neptunbrunnens und genießen ihre Mittagspause mit den erstandenen Leckereien. Auch am Fischstand hat sich eine kleine Schlange gebildet.

An den Imbissbuden finden Hungrige die perfekten Happen für ihre Mittagspause

An den Imbissbuden finden Hungrige die perfekten Happen für ihre Mittagspause

Während ich mich langsam und fotografierend durch die Reihen bewege, schnappe ich hier und da Gesprächsfetzen über Herkunft der Waren, Verarbeitungstipps und natürlich das wundervolle Wetter auf. Es wird gelacht und gestikuliert. An ein paar Ständen bieten die Verkaufenden ihre Waren auch ganz im Stile der Marktschreier feil. Zum Beispiel der Spargel und auch die Erdbeeren scheinen gerade die heiße Ware zu sein. Alles steht im Zeichen des bevorstehenden Sommers. So schön!

Regional, frisch und selbstgemacht

Ich mache noch eine zweite Runde über den Markt. Der Duft frischer Kräuter steigt mir von Zeit zu Zeit in die Nase, an einem Stand wird selbst gebackener Kuchen und Marmelade angeboten. Passenderweise erklärt ein Schild, das über den Waren angebracht ist: „Kein Kuchen ist auch keine Lösung.“

Saisonware und vieles davon regional und selbst gemacht. Hier haben Kundinnen und Kunden oft noch direkten Kontakt zum Erzeuger.

Saisonware und vieles davon regional und selbst gemacht. Hier haben Kundinnen und Kunden oft noch direkten Kontakt zum Erzeuger.

Appetitanregend

Ein leichter Hunger macht sich in mir breit. Ich sondiere, worauf ich Lust habe, und entscheide mich schließlich für ein paar in Zitronensaft, Öl und Kräutern eingelegte Oliven und einen Artischocken-Pfeffer-Dipp. Dazu kaufe ich ein paar Stände weiter ein Roggenciabatta und verlasse mit meiner Beute kurz darauf den Markt. Nach ein paar Minuten sitze ich im strahlenden Sonnenschein an der Weser und genieße meinen Snack mit Blick aufs Wasser. Die Stimmung des Marktes hallt noch nach. Ein sommerliches, entspanntes Gefühl hat sich in mir ausgebreitet. Ganz die Ruhe, die ich immer mal auf dem Land wahrnehme, wenn ich für einen Moment die Stadt verlassen habe. Gut zu wissen, dass ich mir diese Ruhe auch mitten in der Stadt holen kann. Ich bin bestimmt ab jetzt häufiger auf dem Markt auf dem Domshof zu finden.

Meine Beute: Sehr lecker und mit super Blick über die Weser. Ich komme auf jeden Fall wieder!

Meine Beute: Sehr lecker und mit super Blick über die Weser. Ich komme auf jeden Fall wieder!

Der Wochenmarkt auf dem Domshof hat übrigens montags bis freitags von 8 bis 14 Uhr und Samstag bis 15 Uhr geöffnet.

Lust auf mehr? Auf dem Stadtportal findet ihr alle Wochenmärkte in Bremen. Und unsere Bloggerin Carolin fühlt sich auf dem Findorff-Markt besonders wohl.

Kommentieren

Ihre E-Mail wird nicht veröffentlicht. Notwendige Felder sind markiert *